Lexikon

Wet Burn

Im Kontext der E-Zigarette bezeichnet ein Wet Burn eine Technik zur Reinigung des Coils oder eine Übersättigung des Coils mit Liquid. Weiter verbreitet ist die erste Verwendungsmöglichkeit.

Der Wet Burn als Reinigungstechnik

Wozu ist der Wet Burn gut?

Der Wet Burn ist in diesem Kontext eine Strategie, um durch Ausglühen Rückstände von einem Coil zu entfernen. Dabei bleibt die Spule mit Liquid benetzt und wird im Verlauf mit Wasser abgeschreckt. 

Der Einbezug von Feuchtigkeit hat der Methode den Namen "Wet Burn", zu deutsch "Nasses Brennen", eingebracht. Er unterscheidet sie außerdem vom Dry Burn, dem trockenen Ausglühen einer Wicklung. 

Wozu aber wird die Wicklung ausgeglüht? Sowohl auf neuen Coils als auch auf gebrauchten Spulen können sich unerwünschte Substanzen befinden. Bei neuen Wicklungen handelt es sich oft um Produktionsrückstände aus der Drahtherstellung. An bereits benutzte Coils hingegen haften oft Liquidablagerungen aus vergangenen Dampf-Sessions. In beiden Fällen können diese Rückstände den Geschmack deines Liquids verfälschen. Die Produktionsrückstände einzuatmen ist zudem schlecht für deine Lunge, während die Liquidablagerungen die Effizienz deines Coils beeinträchtigen. Der Wet Burn sorgt also für ein sicheres und stressfreies Dampferlebnis.

Wet Burn: Anleitung

                                     

Für einen Wet Burn befeuerst du deine E-Zigarette kurz, indem du den Feuertaster eine bis maximal zwei Sekunden gedrückt hältst. Die Wicklung sollte dabei in einem schwachen Kirschrot aufglühen. 

Lasse den Feuertaster nun los und schrecke die Wicklung ab. Dazu hältst du sie eine bis zwei Sekunden unter einen Wasserstrahl oder tunkst sie kurz in ein Glas Wasser. Beachte hierbei, dass der Strahl nur tröpfeln sollte statt stark zu fließen. Wählst du die zweite Option, sollte sich die Spule nur so tief im Wasserglas befinden, dass sie kurz unter der Wasseroberfläche ist.

Tupfe das Wasser nun mit einem sauberen Wattestäbchen aus deiner Wicklung oder puste sie trocken. Anschließend befeuerst du die trockene Spule wieder kurz und sanft. Riechst du noch eine verbrannte Note, wiederholst du den kompletten Vorgang. Du bist fertig mit dem Wet Burn, wenn du keine unangenehmen Noten mehr riechen kannst.

Im letzten Schritt der Wet-Burn-Anleitung reinigst du deinen Tank. Vor allem das Wickeldeck und die Verdampferkammer sind hier von Bedeutung. Spüle den Tank aus und säubere die anderen Teile im Ultraschallbad oder mit einer sanften Bürste. Denn auch wenn die ausgeglühte Wicklung selbst nicht mehr schlecht schmeckt, gibt sie während des Wet Burns ihren Geschmack an den Verdampfer ab. Indem du diesen letzten Schritt ernst nimmst, gehst du sicher, dass sich später keine verbrannten Noten in deinem Dampf befinden.

Wet Burn vs Dry Burn

Im Vergleich von Wet Burn vs Dry Burn entscheiden sich viele Dampfer für die Wet Burns. Sie gelten als schonender für die Wicklung als das trockene Ausglühen. Außerdem soll sich der Geschmack stärker verbessern als beim Dry Burn. Allerdings handelt es sich nicht um eine einstimmige Ansicht in der Community. Du kannst beide Methoden ausprobieren, um deinen Favoriten zu finden.

Fest steht hingegen, dass das Abschrecken mit Wasser den Draht härter werden lässt. Dabei gilt: Je höher die Temperatur beim Befeuern, desto härter wird der Draht beim Abschrecken. Aus diesem Grund wird auch Metall in der Industrie abgeschreckt. Langfristig verbessert diese Abhärtung die Widerstandsfähigkeit deines Coils.

Der Wet Burn als Übersättigung des Coils

Was sind Wet Burns?

In diesem Kontext beschreibt ein Wet Burn das Dampferlebnis bei einem übersättigten Coil. Es befindet sich also zu viel Liquid im Verdampferkopf (wet), während du die Vape befeuerst (burn). 

Das Gegenteil des Wet Burn ist der Dry Hit, bei dem kein oder zu wenig Liquid vorhanden ist. Du atmest daraufhin den Geschmack verbrannter Watte ein. Beide Extreme sind ähnlich unangenehm, auch wenn weder Dry Hit noch Wet Burn ungesund oder schädlich sind.

Den Wet Burn an Zeichen erkennen

Dein Coil kann nur eine gewisse Menge an Liquid (https://www.owl-dampfer.de/Liquid/Nikotinsalzliquid/OWL-A-Z) verdampfen. Ertrinkt er geradezu in der Flüssigkeit, arbeitet er weniger effizient. Meist erkennst du das schon an blubbernden Geräuschen aus dem Inneren deiner Vape und/oder einem ungewohnten Geschmack. Auch wenn sich der Dampf in deiner Kehle zu feucht anfühlt, kann das ein Wet-Burn-Zeichen sein.

Es kann sogar vorkommen, dass dir Liquid entgegenspritzt oder es aus bestimmten Teilen deiner E-Zigarette ausläuft. Ein solcher Wet Burn erschwert also nicht nur das Dampfen, sondern kann auch die Vape und deine Hände verkleben. Auf lange Zeit kann auch der Coil beschädigt werden.

Vorbeugung für den Wet Burn: Was tun? 

In erster Linie kannst du Wet Burns vorbeugen, indem du deinen Tank nicht zu stark füllst. Dosiere dein Liquid entsprechend der Herstellerinformationen. Reinige außerdem regelmäßig den Coil und tausche die Watte (https://www.owl-dampfer.de/Cotton-Bacon-Prime) aus, damit beide Komponenten weiterhin effizient arbeiten können. 

Achte zuletzt auf die Leistungseinstellungen deiner E-Zigarette. Es ist möglich, dass die Wattzahl zu gering ist, um das Liquid zu verdampfen. Informationen darüber findest du in der Gebrauchsanweisung deiner Vape und den Herstellerangaben des Coils.