Lexikon

Shortfill

Ein Shortfill ist eine fertige Mischung aus Aroma und Base, der du nur den Nikotinshot beifügst. Es handelt sich somit um einen Mischkonzept für E-Liquids.

Was ist Shortfill Liquid? 

Ein Shortfill ist ein Liquid, das der Dampfer zum Teil selbst anmischt. Dafür befinden sich in der Shortfill-Flasche bereits das Aroma und die Base. Meist wird eine 70/30 Base verwendet. In der Flasche ist etwas Platz, den du selbst mit den Nikotinshots (https://www.owl-dampfer.de/Nikotin-Shots) deiner Wahl auffüllst. Beispielsweise enthält eine 60ml Shortfill-Flasche bereits 50 ml Flüssigkeit. Auch Verhältnisse wie 120 ml Fassungsvermögen und 100 ml Inhalt oder 100 ml Fassungsvermögen und 80 ml Füllung sind üblich.

Die Erfindung des Shortfill-Konzepts ist eine Reaktion von Liquidherstellern auf die neuen Tabakproduktrichtlinien der Europäischen Union. Seit Mai 2017 gibt es für die Größe von Liquids, die Nikotin enthalten, eine Obergrenze. Weil Dampfer weiterhin größere Gebinde kaufen wollten, wurde das Shortfill entwickelt. Es ermöglicht den Kauf von Aroma und Base in großen Mengen, da das Nikotin noch nicht enthalten ist und später vom Kunden beigemischt wird.

Ein Shortfill-Liquid hat für gewöhnlich eine eher zähflüssige Konsistenz und ist gut geeignet, um große, dichte Wolken zu produzieren. Bezogen auf die Vielfalt der Geschmacksrichtungen steht das Shortfill dem Aroma für das Selbermischen sowie Fertigliquids und Longfills in nichts nach. Von kühl über fruchtig bis cremig kannst du alle möglichen Arten von Shortfill-Liquid kaufen.

Ist Shortfill dasselbe wie Shake n Vape? 

Nachdem du das Shortfill-Liquid mit Nikotin aufgefüllt hast, schüttelst du die Flasche, damit sich die einzelnen Bestandteile verbinden. Im Anschluss kannst du einfach losdampfen. Aus diesem Grund wird das Shortfill-Liquid von Zeit zu Zeit auch als Shake n Vape bezeichnet. Tatsächlich bestehen hier jedoch Unterschiede: Shake n Vape bezeichnet ein System, bei dem nur das Aroma in der Flasche enthalten ist, sodass du hier auch die Base selbst zugibst. Somit fallen auch Longfills unter das Konzept Shake n Vape.

Tipp: Grundsätzlich solltest du ein Shortfill-Liquid immer mischen und schütteln, denn die einzelnen Bestandteile sind darauf ausgelegt, weiter verdünnt zu werden. Tust du dies nicht, könnte der Geschmack zu intensiv sein. Du musst allerdings kein Nikotin verwenden, sondern kannst das Shortfill auch mit reiner Base auffüllen.

Shortfill im Vergleich mit anderen Konzepten

Die Vorteile von Shortfill Liquid

Im Vergleich zum Fertigliquid ist das Shortfill-Konzept umweltfreundlicher, denn größere Gebinde bedeuten weniger Flaschen und somit weniger Verpackungsmüll.

Auch im Vergleich zum vollständigen Selbermischen hat das Dampfen mit einem Shortfill einige Vorteile. Unter anderem sparst du dir durch ein Shortfill-Liquid die Reifezeit, da sich Aroma und Base bereits in der Flasche miteinander verbinden konnten. Außerdem kann jeder ein Shortfill-Liquid mischen, auch Dampfer, die in der Community neu sind und bisher wenig Erfahrung haben.

Shortfill vs Longfill: Was ist besser? 

Das Wort Shortfill bedeutet auf Deutsch so viel wie „kurz füllen“. Vielleicht bezieht es sich auf den schnellen Vorgang des Mischens, wahrscheinlicher jedoch auf den wenigen Platz in der Flasche im Vergleich zum Longfill (https://www.owl-dampfer.de/eigenmarken-longfills). Der Unterschied zwischen Shortfill und Longfill liegt in der Base: während sie beim Shortfill-Liquid bereits enthalten ist, befindet sich in einer Longfillflasche nur das Aroma. Base wie auch Nikotin müssen selbst hinzugegeben werden, sodass hier im Vergleich zum Shortfill-Liquid auch die Reifezeit länger ausfällt.

Die „Shortfill vs Longfill“-Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Normalerweise ermöglicht dir ein Longfill eine höhere Nikotindosis, während der Vorteil von Shortfill-Flaschen in der sofortigen Verwendung liegt. Beide Konzepte punkten mit gespartem Geld und reduziertem Abfall im Vergleich zu fertigen Liquids.

Wann Selbermischen oder Fertigliquids besser geeignet sind 

Wenn du dein Shortfill-Liquid mit Nikotin auffüllst, entsteht üblicherweise nur ein geringer Nikotingehalt von drei bis sechs Milligramm pro Milliliter. Für viele Dampfer ist das unproblematisch, denn das Shortfill-Liquid ist durch die 70/30 Base ohnehin besser für das Lungendampfen geeignet. Hierbei wirkt das Nikotin stärker, sodass bereits eine geringe Dosis eine intensive Befriedigung erzeugen kann. 

Diese Eigenschaften sorgen jedoch auch dafür, das ein Shortfill sich für Backendampfer und somit für viele Umsteiger nicht eignet. Versuchst du, mehr Nikotin in die Flasche zu geben, wie es für das MTL-Dampfen nötig ist, streckst du gezwungenermaßen das Aroma und erhältst einen faden Geschmack. Auch das Mischverhältnis der Base selbst macht das Backendampfen schwierig, denn ein 70/30 Liquid ist für MTL-Verdampfer normalerweise zu dickflüssig.

Obwohl es wenige Schritte umfasst, finden manche Einsteiger es zudem schwierig, ein Shortfill Liquid zu mischen. Zum Öffnen der Flasche benötigst du meist ein spezielles Werkzeug. Außerdem ist ein Rechentool oder eine Tabelle wichtig, um die passende Anzahl und Stärke der Nikotinshots zu finden. Vor allem zu Beginn deiner Dampferreise können diese Punkte zu viel sein - dann empfehlen wir dir, einfach bei fertigen Liquids (https://www.owl-dampfer.de/eigenmarken-e-liquids) zu bleiben. 

Zuletzt bleibt ein Shortfill-Liquid im Vergleich zum kompletten Selbermischen teurer. Geht es dir allein ums Geld, solltest du dein Shortfill aus Aroma und Base selbst herstellen.