Lexikon
Zugwiderstand
Wenn du an deiner E-Zigarette ziehst, spürst du abhängig von der Zugtechnik und den Einstellungen der Vape einen Zugwiderstand. Dieser kann stärker, leichter oder auch kaum vorhanden sein.
Was ist der Zugwiderstand?
Als Zugwiderstand bezeichnen Dampfer das Gefühl eines leichten Widerstands beim Ziehen am Mundstück ihrer Vape. Wenn du Umsteiger bist, kennst du das wahrscheinlich bereits von der Tabakzigarette: Deine Lunge muss eine gewisse Kraft aufwenden, um Luft hindurchzuziehen. Wie viel Kraft das genau ist, hängt von deiner Vape und der benutzten Technik ab.
Der Zugwiderstand der E-Zigarette ist also eine Art abstraktes Konzept, das du bemerken wirst, wenn du sie benutzt. Es gibt für den Zugwiderstand kein Messgerät und keine Berechnungsformel. Du kannst ihn jedoch durch dein Zugverhalten und bestimmte Einstellungen an der Vape anpassen.
Zugwiderstand ist nicht gleich Widerstand
Wenn du im Kontext mit dem Dampfen das Wort „Widerstand“ hörst, ist in den seltensten Fällen der Zugwiderstand gemeint. Stattdessen geht es meist um den Widerstand der Heizspule, also des Coils. Dieser schränkt den Stromfluss innerhalb deiner Vape ein und beeinflusst dadurch, wie genau sich der Dampf entwickelt und entfaltet.
Für die leichtere Unterscheidung gilt: Der Zugwiderstand wird nicht in Ohm gemessen, der Widerstand des Coils schon. Denn Letzteres ist eine physikalische Größe mit entsprechender Einheit und passenden Formeln. Der Zugwiderstand hingegen ist eine Art Gefühl.
Allerdings sorgen hohe Widerstände meist auch für hohe Zugwiderstände – und umgekehrt. Denn ein hoher Ohm-Wert kommt meist in Vapes für das Backendampfen zum Einsatz. Diese Zugtechnik ist perfekt zum restriktiven Ziehen. Wenn du also eine Vape mit einem Widerstand von 1,5 Ohm kaufst, ist das vermutlich auch eine E-Zigarette mit hohem Zugwiderstand. Dasselbe gilt selbstverständlich für niedrigohmige Coils und einen geringeren Zugwiderstand.
Welcher Zugwiderstand ist gut?
Diese Frage kannst nur du beantworten. Manche Dampfer bevorzugen eine E-Zigarette mit hohem Zugwiderstand. Das gilt vor allem für Menschen, die bis vor Kurzem noch geraucht haben. Oft erinnert der strenge Zug an eine Tabakzigarette und reduziert somit den Suchtdruck. Für ein solches Gefühl wählst du am besten eine MTL-Vape.
Das Gegenstück ist das Dampfen mit der DL-Technik (Lungendampfen). Hier setzen Dampfer auf einen niedrigen Zugwiderstand. Die E-Zigarette wird dadurch mehr Dampf produzieren, denn es gelangt mehr Luft in den Verdampfer. Allerdings verbraucht sie auch mehr Leistung und mehr Liquid (https://www.owl-dampfer.de/eigenmarken/owl-liquid).
Den Zugwiderstand optimieren durch die Airflow Control
Wie hoch der Zugwiderstand der E-Zigarette ist, kannst du mithilfe der Airflow Control steuern. Auf Deutsch bedeutet das so viel wie „Luftstromregulierung“. Es handelt sich normalerweise um ein kleines Stellrad, das in vielen Fällen am Boden deines Verdampfers eingebaut ist. Drehst du daran, kannst du die Luftzufuhr öffnen oder schließen. Bei manchen, aber nicht allen Vapes funktioniert das stufenlos.
Mithilfe dieses kleinen Rads kannst du deinen Zugwiderstand optimieren. Allgemein gilt: Je weiter die Airflow Control offen ist, desto weniger spürst du den Widerstand. Denn es gelangt auf diese Weise mehr Luft in den Verdampfer.
Für eine E-Zigarette mit hohem Zugwiderstand schließt du die Airflow Control am besten fast vollständig. Nun kannst du einen Dampfversuch starten. Dein Vaporizer hat einen zu starken Zugwiderstand? Dann öffne die Airflow Control langsam Stück für Stück, bis du einen Punkt erreichst, der dir gefällt.
Wünschst du dir einen möglichst geringen Widerstand beim Ziehen, kehrst du das Prinzip um. Öffne die Airflow Control mindestens zur Hälfte und nimm einen Testzug. Bist du noch nicht zufrieden, kannst du sie immer weiter öffnen. Manche Dampfer bevorzugen das Vapen mit komplett geöffneter Airflow Control. Dies wird als Open Draw bezeichnet.
Achte in jedem Fall darauf, dass du den gewünschten Zugwiderstand nur bei einer E-Zigarette nutzt, die dafür ausgelegt ist. Eine Vape mit hoher Leistung, die große Wolken erzeugen soll, kann durch eine zu stark geschlossene Airflow Control Schaden nehmen.